• Breitband-Internetzugang in Deutschland

    Unter Breitbandverfügbarkeit werden mögliche (nicht gebuchte) Internetanschlüsse mit einer Surfgeschwindigkeit im Download von mindestens 50 MBit/s bezeichnet. Die Bundesnetzagentur misst bei der Erhebung solcher Daten die Bereitstellung durch die Netzbetreiber, nicht aber die wirklich gebuchten Anschlüsse. Ende 2014 lag die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen bei 64,1 %.

    Verteilung der Breitbandanschlüsse in Deutschland

    Der Breitbandausbau hat in den letzten Jahren wie gewünscht und durch die Bundesnetzagentur gesteuert die ländlichen Regionen ebenso wie die Städte erfasst, jedoch gibt es immer noch regionale Unterschiede. Vor allem Ost- und Westdeutschland unterscheiden sich. In ländlichen Gemeinden hatten Ende 2014 rund 20 % aller Haushalte theoretischen Zugang zu einem Breitbandanschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s, der Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr betrug 30 %. Freilich bucht nicht jeder Teilnehmer den Breitbandanschluss, den er nutzen könnte. Noch vor den VDSL-Anschlüssen, die zu terrestrischem (kabelgebundenem) Breitband führen, wuchs die Verfügbarkeit von LTE, dem mobilfunkbasierten Breitband.

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    Die LTE-Verfügbarkeit nähert sich inzwischen der 90-Prozentgrenze, Ende 2014 wurde eine Verfügbarkeit in 34,5 Millionen deutschen Haushalten (86,5 %) gemessen. Der TÜV Rheinland hat diese Zahlen im Spätherbst 2014 in einer Studie ermittelt und Ende 2014 vorgelegt (Stand der Betrachtung: Februar 2015). Für diese Studie wurden die Daten von etwa 300 Telekommunikationsunternehmen abgefragt. Die Datenerhebung erfolgte auf freiwilliger Basis und muss daher als relativ genau betrachtet werden.

    Unterschiede zwischen Ost und West

    Der Osten Deutschlands gilt immer noch als leicht unterversorgt, in vielen westdeutschen Großstädten ist das Internet doppelt so schnell. Das wurde in der TÜV-Studie ebenfalls ermittelt. In Stuttgart, Köln, Frankfurt, Hamburg und München können die Nutzer mit durchschnittlich 52 MBit/s im Download surfen, während es in den größten ostdeutschen Städten (Leipzig, Dresden, Magdeburg, Halle und Chemnitz) - nur rund 25 MBit/s sind. Berlin erreicht einen Schnitt von 33 MBit/s. Auch diese Zahlen betreffen nicht die gebuchten Tarife, sondern die theoretisch möglichen Geschwindigkeiten. In ganz Ostdeutschland konnten Ende 2014 nur 38 % aller Haushalte auf mindestens 50 MBit/s im Download zugreifen, während es im Westen 66 % waren. Aus dieser Mischung ergeben sich die oben angegebenen 64,1 % für ganz Deutschland.