• Netzabdeckung von O2 mit E-Plus

    O2 und E-Plus als Unternehmen können beide den Nachteil vorweisen, dass sie derzeit nicht mit Vodafone oder der Deutschen Telekom in allen Bereichen konkurrieren können. Eine möglicherweise naheliegende Fusion der beiden Mobilfunkanbieter könnte diesen Makel jedoch beheben. Wie es um die zukünftige Netzabdeckung stehen könnte, zeigt der folgende Artikel.

    Welche Discounter würden O2 und E-Plus einsetzen?

    Zwar ist ein verlässlicher Blick in die Zukunft nicht möglich, aber am wahrscheinlichsten wäre eine Fortführung der bestehenden Verträge unter einem neuen Namen. Das würde bedeuten, dass beispielsweise BASE – eine Tochtergesellschaft von E-Plus – in Zukunft auch zu dem neuen Unternehmen zwischen E-Plus und O2 gehören würde. Alle anderen Anbieter (wie etwa Kaufland, Lidl, Ay Yildiz, simyo, klarmobil, Medion oder Fonic) könnten ebenfalls unter der Herrschaft des „O2-E-Plus“ stehen. Der Service und die Qualität sollte davon auch im Sinne des Kunden profitieren: Ein größeres zur Verfügung stehendes Netz würde auch eine bessere Netzabdeckung von 2G, 3G und 4G bedeuten. Das dann einheitliche Netz könnte vermutlich auch einfacher gewartet und erweitert werden, so dass zum Beispiel der schleppend verlaufende Ausbau von LTE seitens E-Plus schneller voranschreiten könnte. Diese Netze könnten sich am Ende dann auch die Discounter zunutze machen.

    Welche Netzabdeckung habe ich bei O2 und E-Plus zu erwarten?

    GSM wird sowohl bei E-Plus als auch O2 derzeit bereits flächendeckend zur Verfügung gestellt, winzige Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel.

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    Diese liegen in der Regel weit im Süden von Deutschland. Da 2G keine zukunftsträchtige Technologie mehr ist, wird an einem weiteren Ausbau vermutlich nicht mehr gearbeitet werden, die Bemühungen werden also eher in Richtung 4G (und darüber hinaus) gehen.

    Welche Verfügbarkeit erwartet mich unter 3G bei O2 und E-Plus?

    Beide Unternehmen bringen eine Abdeckung von etwa 60 % im UMTS-Netz mit, was HSDPA einschließt. Da sich die genauen abgedeckten Areale jedoch leicht unterscheiden, ist anzunehmen, dass sich die Verfügbarkeit von 3G nach einer Fusion leicht verbessern würde. Zukünftige Ausbaumaßnahmen werden aber vermutlich nicht mehr stattfinden, um Ressourcen für LTE zu öffnen.

    Welche Verfügbarkeit erwartet mich unter 4G bei O2 und E-Plus?

    LTE ist bei E-Plus derzeit noch nicht offiziell im Programm, O2 hingegen bietet bereits 4G – wenngleich auch nicht flächendeckend. E-Plus würde von dieser Gemeinschaft also deutlich profitieren. Durch eine Bündelung der ökonomischen Ressourcen wäre auch ein schnellerer Ausbau der LTE-Netze denkbar, womit dann in Zukunft möglicherweise rasch zu den bereits existierenden Netzen von Vodafone und der Deutschen Telekom aufgeschlossen werden könnte.

    Wo steht E-Plus mit O2 gegen die Konkurrenz?

    Derzeit sind Vodafone und die Deutsche Telekom Marktführer in Deutschland. Sollte die Fusion klappen, würde das neue Unternehmen bestehend aus E-Plus und O2 jedoch schlagartig zum größten Anbieter von Mobilfunkdienstleistungen in Deutschland werden. Die Folge wären vermutlich mit den beiden großen Anbietern vergleichbare finanzielle Ressourcen, was dann schnell zu einem technologischen Gleichstand in Bezug auf den LTE-Ausbau führen sollte. Aus Sicht des Kunden wäre diese Fusion also wahrscheinlich vorteilhaft – was die Wettbewerbshüter aus Brüssel jedoch anders sehen. Dort gibt man sich derzeit (Stand: März 2014) noch immer skeptisch.

    Fazit

    Die Netzabdeckung würde durch ein gemeinsames Unternehmen aus E-Plus und O2 sehr wahrscheinlich besser ausfallen als zum jetzigen Zeitpunkt. Wann die Verhandlungen abgeschlossen sind und ob die zuständige EU-Kommission grünes Licht geben wird, ist aber noch nicht absehbar.